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New Basket 92 Oberhausen e.V.       

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September

24.05.2019
1. Damen
Oberhausener Damen hoffen auf Aufstieg

Die Basketballdamen von New Baskets Oberhausen dürfen als Vizemeister auf einen Aufstieg in die 3. Liga hoffen.

 

Tendenziell war die Saison für die evo New Baskets Oberhausen schon eher eine Achterbahnfahrt. NBO ist nach dem Sieg gegen Duisburg vergangene Woche zuzüglich dem gewonnenen direkten Vergleich allerdings der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Als Regionalliga-Absteiger sind die New Baskets ohne große personelle Änderung in der Oberliga an den Start gegangen. Mit vier Siegen ging die Saison los, dann unterlag die Mannschaft von Trainer Ralf Weßlowski den Capitol Baskets aus Düsseldorf mit 63:92. NBO war dabei nicht chancenlos, die große Qualität der Landeshauptstädterinnen machte aber wenig Hoffnung auf ein spannendes Meisterschaftsrennen.

 

So schien in der Liga schnell der Zahn gezogen, schließlich steigt aus jeder Oberliga-Gruppe nur ein Team auf. "Zumindest Vizemeister muss man dann schon werden, wenn man eigentlich aufsteigen will", betonte auch 2. Vorsitzender Ralf Höfels durch die Saison immer wieder.

 

Die Mannschaft selbst formulierte den Anspruch, betrauerte sich dabei ob der starken Düsseldorferinnen, die zugegeben auch mindestens oberes Regionalliga-Niveau haben, und ließ dadurch zwischendurch den nötigen Fokus vermissen. Die großen Leistungsunterschiede in der Oberliga ließen kaum mal einen richtigen Wettkampfrhythmus zu. Zu viele Spiele waren quasi zur Halbzeit entschieden.

 

Umso mehr zog die Mannschaft dann im Pokal an. Hier wurden insgesamt drei Regionalligisten aus dem Wettbewerb gekegelt, ehe im Halbfinale gegen die TSV Hagen Schluss war. "Schade, ich glaube, gegen Recklinghausen hätten wir eine gute Chance gehabt", sah Trainer Ralf Weßlowski dort Vorteile. Hagen hatte gegen die Citybaskets im Finale letztlich in zwei Spielen das Nachsehen. Einen ersten Leistungscheck hat die Mannschaft diese Saison dennoch gehabt und will in die Regionalliga. Dort könnte sich nun unverhofft eine Tür auftun.

 

Ins Rollen gebracht wurde der Stein mit dem Rückzug der Telekom Baskets Bonn aus der Regionalliga. Durch den Verzicht witterte man bei NBO die Chance, als Nachrücker in die Regionalliga zu kommen. Der Westdeutsche Basketballverband in Person von Vizepräsident Lothar Drewniok, zuständig für Spielbetrieb und Sportorganisation, schob dieser Variante aber einen Riegel vor: "Der Rückzug der TBB aus der Regionalliga hat zunächst keine Auswirkungen auf NBO. Damit NBO aufsteigen kann, muss entweder der Erste der Oberliga-Gruppe 1, Capitol Bascats Düsseldorf, auf den Aufstieg verzichten oder ein Platz in der Regionalliga für die neue Saison unbesetzt bleiben."

 

Münster verzichtet freiwillig

 

Das könnte nun geschehen, denn in der Gruppe 2 ist Citybaskets Recklinghausen II Meister geworden, aber nicht aufstiegsberechtigt, weil die erste Mannschaft bereits in der Regionalliga spielt. Bliebe also der UBC Münster, der mit vier Punkten Rückstand Zweiter wurde. "Münster hat erklärt, dass sie nicht aufsteigen wollen", so WBV-Vizepräsident Drewniok und betont nun, dass es am TV Hörde liegt, ob NBO das Recht zugesprochen bekommt, in die Regionalliga aufzusteigen. Die Verantwortlichen von Hörde waren nicht zu erreichen, gerüchteweise verzichtet man im Süden Dortmunds allerdings ebenfalls auf das Aufstiegsrecht.

 

Will denn NBO? "Wenn es die Konstellation erlaubt, dann nehmen wir die Möglichkeit wahr", betont Vorstandsvize Höfels. "Wir wollen in die Regionalliga, auch wenn es nicht einfach wird. Aber es hilft, wenn man jedes Wochenende an seine Grenzen gehen muss", sagt Trainer Weßlowski vor der Partie am Samstag um 17 Uhr in Leverkusen und erwartet eine positive Entwicklung. Es könnte am Ende also nach oben gehen. Alles hängt am TV Hörde, der sich bis 31. Mai entscheiden muss.

 

Text: Geronimo Köllner
Foto: Kerstin Bögeholz