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New Basket 92 Oberhausen e.V.       

Die nächsten Spiele

Fr. 08.09.2017
18h U16-1 - Bochum

Sa. 09.09.2017
18h Uerdingen - D1

Sa. 16.09.2017
18h Frankenberg - D2

So. 17.09.2017
10h U12-3 - Horst
16h Bochum - D1
18h Frintrop - D3

Sa. 23.09.2017
14h Hagen - U16-1
14h U16-2 - Essen
16h U18 - SFD '75
18h D1 - Hürth

So. 24.09.2017
12h Düsseldorf - U14
16h D2 - Köln
18h D3 - Barmen

Sa. 30.09.2017
12h Mülheim - U16-2
15h U14 - Köln
17h D2 - Köln
19h D1 - Hagen

So. 01.10.2017
10h Horst - U12-3
12:30h Hamborn - D3
14h Uerdingen - U18

04.08.2017
Sonstiges
Auch in den Ferien am Ball bleiben

Offensive gegen Verteidigung. Drei gegen zwei. Nach fünf Pässen muss der Ball in Richtung Korb gehen. Die elfjährige Clara schaut sich um und wirft den Ball zu ihrer Freundin Charlotte, statt zu ihrer freistehenden Schwester Emilia. Der Ball wird schließlich von der Gegnerin abgefangen. "Immer nur zu der Mitspielerin passen, die auch frei steht. Selbst wenn du sie schon mehrfach angespielt hast", erklärt Helge Eggers seinem Schützling.

 

Eggers, Jugendkoordinator bei evo NBO, weiß, was den Kindern am Anfang noch fehlt: "Man sieht vielen Kindern natürlich in der ersten Zeit an, dass sie noch keine Spielidee im Kopf haben. Aber die braucht man sehr schnell, um einen besseren Zugang zum Spiel zu bekommen."

 

Alle Spielaspekte abdecken

 

Genau hier setzt Eggers gemeinsam mit Jugendtrainer Tobias Rosser an: Sie wollen den Mädchen alles in Spielform näher bringen. "Ich habe sehr viele Kinder kennengelernt, die einige Techniken konnten, aber in der Anwendung komplett gescheitert sind", berichtet Eggers. Deswegen soll ständig mit Gegenspielern gespielt werden, um so besser alle Aspekte auf einmal abzudecken. Es muss gepasst, gedribbelt und geworfen werden. Isoliertes Training gibt es nicht.

 

Die Mädchen scheinen das auf jeden Fall gut anzunehmen: "Helge ist auch mein Trainer im Verein. Er macht das immer toll und ist dabei auch lustig und freundlich", sagt Clara, die seit ein paar Wochen bei evo NBO spielt. Ihre Mutter ist dankbar für das Sommerangebot des SSB und das engagierte Trainerteam: "Wir wollten, dass Clara und ihre Schwester in den Ferien unbedingt etwas mit Sport machen. In den Ferien ist es nicht so leicht, entsprechende Kurse zu finden. Dieser hier war ideal. Der Helge hat ein echtes Gespür für die Kinder und trifft einfach immer den richtigen Ton."

 

Die Anzahl der Teilnehmer ist bereits während der ersten Wochen gestiegen. Zuletzt waren zehn Mädchen am Start. Perfekt, um am Schluss ein Mannschaftsduell auszutragen. Allein gekommen sind die Kinder nicht. Ihre Eltern sitzen auf der Reservebank. Und einige Mädchen haben auch direkt eine Freundin mitgebracht. Für Eggers der beste Weg neue Spielerinnen zu finden: "Der Anfang läuft immer über Verbündete, die ihre Freunde mitbringen. Danach kann man als Verein auch über PR-Maßnahmen wie Flyer, Plakate oder Veranstaltungen nachdenken, um weitere Leute zu kriegen."

 

Teamgedanke besonders wichtig

 

Auch die achtjährige Claire ist dabei. Sie gehört bereits zu den jungen Basketballerinnen, die schon Vereinserfahrung auf dem Konto haben. Schließlich ist sie seit knapp drei Jahren beim TV Jahn Königshardt. Durch das Sterkrader Spiel- und Sportwochenende war sie einst auf Basketball aufmerksam geworden. Besonders eine Sache begeistert sie: "Dass es ein Teamsport ist, finde ich ganz toll." Passend dazu trägt sie ein T-Shirt der Harlem Globetrotters. Bis zu denen ist es zwar noch ein Stückchen hin, vom Einsatz her sind die Mädchen aber alle dabei: "Jede hier ist total engagiert. Der Umgang untereinander ist richtig gut. Aber junge Mädchen gehen in der Gruppe sowieso gut miteinander um. Von Nachteil ist etwas, dass sie sich häufig in der Gruppe verstecken wollen. Das ist bei Jungs meistens anders. Die wollen immer zeigen, was sie so drauf haben."

 

Dass man nicht ständig nur mit der besten Freundin spielt, darauf schauen die beiden Trainer besonders und wechseln immer wieder durch. "Da achten wir schon sehr drauf. Wobei dafür anderthalb Stunden in der Woche schon sehr kurz sind, um eine große Verbindung zu knüpfen. Am Anfang sind sie ja doch etwas scheu und es dauert, bis sie das überwinden", erklärt Eggers.

 

Die Mischung aus Mädchen, die bereits in Vereinen spielen, und absoluten Neulingen macht bei den Trainern auch den besonderen Reiz aus. Jeder profitiert von jedem und kann andere unterstützen. Dass Fehler passieren, darin sieht Eggers überhaupt kein Problem. Trotzdem will er natürlich, dass die Kinder sich entwickeln und ein Gefühl für den Sport bekommen: "Es muss nach zwei, drei Wochen das Ziel sein, dass das Kind mal in der Lage ist, einen Korb zu machen. Basketball ist ein Angriffsspiel und der Spaß liegt darin, den Korb zu treffen. Darüber haben sie dann erste Erfolgserlebnisse und Lust weiter zu machen. Dann kann man so ein bisschen die Daumenschrauben anziehen."

 

Mehr als ein Sommerspaß?

 

Die Mädchen scheinen das dankbar anzunehmen. Ob letztlich mehr daraus entsteht, als eine schöne Sommerferienerinnerung, kann auch Eggers nicht voraussehen. Er ist sich aber sicher, dass die Kinder intelligent genug sind, um für sich selbst festzustellen, ob sie Lust darauf haben, auch weiterhin Basketball zu spielen. Ob privat oder im Verein. "Den ganz großen Ehrgeiz entwickeln sie ja erst, wenn sie auch was können. Hier von den Anfängern habe ich ein Mädchen gesehen, dem die Augen immer wieder aufgegangen sind, wenn sie was richtig gemacht hat. Genau das sind die Kinder, die wir ansprechen wollen", meint Eggers.

 

Text: NRZ